Das übel mit den Warzen

Betroffen von Warzen sind vor allem Jungtiere ab sechs Monaten bis zu zwei Jahren. Starker Warzenbefall am Körper findet man häufiger bei Rindern mit reduziertem Allgemeinzustand. Euterwarzen, sogenannte  «Feigen», treten jedoch auch bei Tieren mit guter Gesundheit auf. Diese Zubildungen der äusseren Haut sind aber gerade bei Rindern mehr als nur ein optisches Problem. Zwar heilen Warzen manchmal auch ohne Massnahmen von alleine ab. Rückt aber der Abkalbetermin der «Gusti» näher und die Zitzen sind immer noch durch die nach allen Seiten abstehenden Warzen entstellt, wird in der Regel der Tierarzt gerufen. Ohne Eingreifen würden das Melken und der Milchfluss erschwert und damit das Risiko einer Euterentzündung erhöht. Der Tierarzt entfernt die Warzen in der Regel chirurgisch.


Ventil für den Körper


Eine weitere, schonendere Möglichkeit bietet die Homöopathie. Warzen werden hier nicht als eigentliche Krankheit angesehen, sondern als eine Art Ventil für den Körper, der zum Zweck einer inneren Reinigung etwas auszuscheiden hat. Somit ist es von Vorteil, diese Warzen nicht zu unterdrücken, sondern deren Heilung mithilfe von homöopathischen Mitteln zu beschleunigen.
Das Hauptmittel im Bereich Warzen ist Thuja. Thuja, die Sumpfzeder, fällt als Pflanze unter die Rubrik «sehr stark giftig». In homöopathischer Dosierung wird Thuja unter anderem verwendet bei gestielten Warzen, die rasch zu bluten beginnen oder eine stinkende Flüssigkeit abgeben. Ein weiteres wichtiges Mittel ist Causticum. Causticum ist ein mineralisches Produkt und wird aus frisch gebranntem Kalk hergestellt. Eingesetzt wird es bei Warzen mit breiter Basis, die nicht oder wenig gestielt sind, oder auch bei Zwischenklauenwarzen. Juckende und brennende Warzen wiederum werden oft erfolgreich mit Sabina (Sadebaum, ein Zypressengewächs) behandelt. Die Liste der bei Warzenbehandlungen einsetzbaren Mittel liesse sich noch verlängern.


Oft – aber nicht immer – hilft Thuja


Bei allen homöopathischen Behandlungen ist es wichtig zu wissen, dass nicht unbedingt alle Tiere mit denselben Symptomen das gleiche homöopathische Mittel brauchen. Somit ist es möglich, dass zwei Tiere mit ähnlich aussehenden Warzen nicht auf die gleichen Globuli ansprechen. Nebst dem lokalen Problem ist immer das Tier als Ganzes zu betrachten. Auch Charaktereigenschaften, Vorlieben und Abneigungen gilt es zu berücksichtigen und in die Mittelwahl einzubeziehen. So haben zum Beispiel Causticum-Individuen einen ausgeprägten Sinn für soziale Gerechtigkeit, während ein typisches Thuja-Tier Gesellschaft eher meidet. Wenn die Warzen nach ein- bis zweimaliger Verabreichung nicht innerhalb weniger Wochen zu schrumpfen beginnen, muss die Mittelwahl überdacht oder mit einem Tierarzt Kontakt aufgenommen werden.


Ein Fallbeispiel


Das Rind Gloria hat an allen vier Zitzen zerklüftete Warzen. Der Bauer hat schon eine Weile zugewartet und gehofft, dass die «Feigen» von alleine abheilen. Er hat sich überlegt, die Wucherungen mit Faden abzubinden und sie so auszuhungern. Die grosse Anzahl Warzen hat ihn dann aber abgehalten. Aufgrund der blumenkohlartigen Warzen, die bei der Untersuchung rasch zu bluten begonnen haben, erhält das Rind Thuja C30. Fünf Globuli werden mit etwas Wasser aufgelöst und mit einer Spritze direkt ins Maul des Rindes gegeben. Das homöopathische Mittel wird über die Schleimhaut aufgenommen und einen Tag später nochmals in gleicher Dosierung verabreicht. Drei Wochen später meldet der Bauer, dass die Warzen trockener geworden sind und nun ohne zu bluten entfernbar wären.

 

 

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