Der Hausesel

Wer andern «Dummer Esel» austeilt, beleidigt. Primär das Tier!

Seit Urzeiten sind die Esel treue Gefährten des Menschen. Man vermutet, dass die ersten Wildesel in Ägypten bereits 4000 Jahre vor Christus domestiziert worden sind. 3200 Jahre später tauchten die ersten Esel in Europa auf. Unsere Hausesel stammen denn auch von den afrikanischen (nubischen) Eseln ab. Klares Erkennungszeichen: Das sogenannte Andreaskreuz, welches sich als dunkles, gekreuztes Band über ihren Rücken zieht. Ob im alten Ägypten oder im Christentum, die Grautiere hatten immer einen grossen Stellenwert, wurden teilweise sogar als heilig verehrt. Und es kommt wohl nicht von ungefähr, dass im Zusammenhang mit der Geschichte von Jesus immer wieder Esel auftauchen. So sei beispielsweise die schwangere Maria vor über 2000 Jahren auf einem Esel zum Stall von Bethlehem geritten.

Heute leben in der Schweiz rund 5000 Esel, vorwiegend in den Kantonen Bern und Tessin. Auch im Emmental treffen wir ab und zu auf die genügsamen Tiere.


Auch wenn Esel als genügsam gelten, vernachlässigen sollte man die treuen Gefährten auf keinen Fall. Auch Esel haben ihre Bedürfnisse, sie brauchen sozialen Kontakt zu ihresgleichen. Einen einzigen Esel zusammen mit Rindern auf die Weide zu lassen, ist für den Esel nicht gut. Er braucht einen Kumpan, der «seine Sprache» spricht! Und man tut dem Tier nichts Gutes, wenn man es überfüttert respektive mit dem falschen Futter ernährt. Die Wildesel leben noch heute in trockenen, kargen Gebieten, in Wüsten und Halbwüsten. Entsprechend klein ist ihr Magen. Das Eselsfutter darf also nicht zu protein- und energiereich sein. Saftige Grünwiesen sind nicht gut. Esel mögen Heu und Stroh, knabbern gerne an Rinden, Ästen und Zweigen und an Büschen rum. Dafür benötigen Esel stets genügend frisches Wasser, etwas Obst und Rüebli und viel Auslauf und am liebsten etwas Arbeit. Sie lassen sich gerne reiten, tragen schwere Lasten und ziehen beladene Karren. Die landläufige Ansicht, Esel seien bockig, dumm und störrisch, ist falsch! Im Gegensatz zu den Pferden sind Esel keine Fluchttiere. Bei Lärm bleibt der Esel stehen – das Pferd dagegen rennt in panischer Angst davon. Muss ein Esel beispielsweise eine wacklige Brücke überqueren, weigert er sich. Nicht weil er störrisch ist, sondern weil er spürt, dass das Weitergehen gefährlich sein könnte. Greift der Eselhalter da zu falschen Massnahmen wie schreien oder schlagen, ist es endgültig geschehen. Der Esel bockt. Esel arbeiten bis ins hohe Alter. Bei guter, artgerechter Haltung können sie bis zu vierzig Jahre alt werden, auch weil sie widerstandsfähig gegen Krankheiten sind.



Paart man Eselhengste mit Pferdestuten, gibt es Maultiere. Deckt ein Pferdehengst eine Eselstute, entsteht ein Maulesel. Beide Gattungen sind unfruchtbar, nicht fortpflanzungsfähig. Die guten Charaktereigenschaften von Eseln und Eselkreuzungen wussten auch die Säumer von früher zu schätzen. Und in der Schweizer Armee stehen noch heute Maultiere und Maulesel im Einsatz.

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