Wettbewerb: Vogelscheuchen gesucht!

Bild: Fotolia.com
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EMMENTALER ART 04. Juli bis 26. Oktober 2014


VOGELSCHEUCHEN WETTBEWERB - TEILNAHME-KRITERIEN: 


A) Teilnahmeberechtigt sind alle natürlichen und juristischen Personen mit Wohnsitz im Emmental und im Entlebuch.
B) Pro Teilnehmenden können maximal zwei Vogelscheuchen eingereicht werden.
C) Es werden keine Vorschriften über die verwendeten Materialien gemacht. Die Scheuchen dürfen nicht höher (ab Boden) als 2,0 m und die Spannweite nicht mehr als.1,5 m betragen. Materialien und Konstruktion dürfen Leib und Leben der Besucher nicht gefährden.
D) Die Teilnehmenden haben der Ausstellungsleitung bis zum 10.06.2014 ein Foto der Vogelscheuche zu senden. Per Mail auf info@stiftung-hasenlehn.ch oder per Post an Stiftung Hasenlehn, Postfach 40, 3555 Trubschachen. Name und Adresse nicht vergessen!
E) Der Aussteller behält sich vor, ohne Begründung, Vogelscheuchen nicht zum Wettbewerb zuzulassen. Der Einsender des Fotos wird über Annahme oder Ablehnung benachrichtigt.
F) Die Teilnehmenden können ihre Scheuche vom 23.06.2014 bis 03.07.2014 jeweils zwischen 16.00 und 20.00 Uhr auf dem ihnen zugewiesenen Platz selber aufstellen.
G) Die Scheuchen bleiben Eigentum der Teilnehmenden, werden dem Aussteller jedoch für die Dauer der Ausstellung zur Verfügung gestellt.
H) Die Teilnehmenden bauen ihre Scheuchen so, dass sie den unterschiedlichen Wetterbedingungen (Regen, Wind, Hagel usw.) standhalten. Der Aussteller haftet nicht für Schäden irgendwelcher Art.
I) Jede ausgestellte Vogelscheuche nimmt am Wettbewerb „Die schönste Vogelscheuche im Emmental/Entlebuch“ teil. Die besten 10 durch eine Jury ausgewählten Scheuchen erhalten einen Preis.
K) Am Schluss der Ausstellung wird die vom Publikum gewählte „Vogelscheuchen- Königin“ ausgezeichnet.
L) Die Teilnehmenden holen in der Zeit zwischen dem 26.10. und 2.11.14 ihre Scheuchen vom Platz ab.  Nach diesem Datum werden die Organisatoren über die nicht abgeholten Scheuchen verfügen.

Heimatmuseum Trubschachen
Postfach 40
3555 Trubschachen

www.emmentaler-art.ch

Vogelscheuche beim Landverlag Langnau
Vogelscheuche beim Landverlag Langnau

Mythos Vogelscheuche - ein verlorenes Kulturgut

 

Ein Text von Hansruedi Hunziker, Heimatmuseum Trubschachen

In meinen Erinnerungen ist die Vogelscheuche noch präsent. Bei Spaziergängen mit den Eltern über Land traf man diese sonderlichen Gestalten oft an. Auch in den Schrebergärten am Stadt- oder Dorfrand wachten sie über Beeren, Früchte und die neue Saat.
Heute ist dieses uralte Kulturgut verschwunden. Die moderne grossflächige Landwirtschaft, die Rationalisierung, neuzeitliche Methoden wie Netze und Folien  haben das Volk der Vogelscheuchen beinahe zum Aussterben gebracht.

 

Schon vor 3000 Jahren war beim Propheten Jeremia in Kapitel 9, Vers 10 von Vogelscheuchen die Rede: „Götzen sind ja nichts als Vogelscheuchen im Gurkenfeld. Sie können nicht reden, auch muss man sie tragen, denn sie können weder helfen noch Schaden tun“. Doch die Menschen haben die Vogelscheuchen (auch die Götzen?) weiter bis in das 20.Jahrhundert oft und gerne auf ihre Felder gesetzt. Das Prinzip Hoffnung war der Grund dazu. Nicht nur Vögel und Wildtiere sollten die bizarren Gestalten fernhalten, auch gegen Erntediebe und Landstreicher hoffte man auf ihre Hilfe. Vogelscheuchen wurden sogar auf Obstbäume montiert oder in Fischteichen eingesetzt.

 

Oft wurde den Scheuchen in die Taschen ihrer Lumpen ein Zettel mit einem Gebet oder einer Beschwörung gelegt. Damit wollte man Blitz, Hagel, Überschwemmung und Trockenheit – alles was einer guten Ernte schadet – abwenden.

 

Ein ganz besonderer Brauch ist hier in der Schweiz nachgewiesen: Wenn der Bauer oder die Bäuerin sich neue Kleider anschafften, hängten sie die alten, noch brauchbaren Teile an die Vogelscheuchen. Die armen Leute wussten dies und haben einen Tausch mit ihren eigenen zerschlissenen Kleidern vorgenommen. Die Bauersleute hatten dann ein gutes Gewissen ob ihrer Wohltat und zusätzlich erhielten sie eine neue, wirkungsvoll gruselige, stinkende Vogelscheuche. Die Armen aber hatten wieder ganze und saubere Kleider und verschonten die Felder der spendablen Bauern. Allen war gedient.

 

Auch im Emmental waren Vogelscheuchen heimisch. Die Hügel und Täler, die grossen Wälder mit den abgelegenen Einzelhöfen boten reichen Nährboden für Fantasien über das Leben und Wirken von Geistern, Scheuchen und Menschen.
Mit unserer zweiten EMMENTALER ART lassen wir ein altes Kulturgut wieder aufleben.

 

Wir tauchen ein in die Geschichten über einsame Bauernhöfe und verwunschene Vogelscheuchen.

 

Martin Ziegelmüller mit seinen Grafiken im Spycher und die faszinierenden Vogelscheuchen rund ums Museum werden zu einem besonderen Erlebnis für Jung und Alt.“

 

LandTraum-NL

Willkommen

LandTraum ist ein aktives und interaktives Sammelsurium über Wissen, Vermutungen und Begebenheiten rund um das Leben auf dem Lande.

 

Denn wenn man sich darauf einlässt, sieht man sich plötzlich mit Vogelmilben, Eierdieben, lahmenden Eseln, welkenden Tomaten, nackten Rosen und durchgeknallten Schafböcken konfrontiert. Natürlich gibt es auch hier gegen fast jedes Problem eine Lösung.

 

LandTraum versucht, möglichst viele Lösungen zu bieten. Dazu zu unterhalten und mit wertvollen Tipps und einer Rubrik mit Gratisinseraten das Landleben zum Traum statt zum Albtraum werden zu lassen.

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