Blütenstauden: Bunter geht es nimmer!

Obwohl gegenwärtig im Trend, haben Blütenstauden in der Gartengeschichte noch keine lange Vergangenheit. Erst Ende des 19. Jahrhunderts hielten sie Einzug in unsere Gärten. Die Art einer Pflanzung ist auch immer Ausdruck eines Zeitgeistes.


Botanisch gesehen, ist der Begriff Staude eine Sammelbezeichnung aller krautartigen, winterharten Pflanzen. Bei vielen Stauden sterben jedoch im Herbst die oberirdischen Teile ab, um dann im Frühling von Neuem auszutreiben.
Sehr verschieden treten Blütenstauden auf und bringen daher immer wieder neue Bilder in den Garten. Die unterschiedlichen Blütenzeiten, Farben und Formen machen diese Vielfalt aus. Die Blütenstauden sorgen mit Sicherheit für viel Abwechslung im Grün. Da kann sich der Anblick ein und desselben Beets während einer Gartensaison laufend völlig verändern.

 

Ein Staudenbeet anlegen


Das Einrichten eines wirkungsvollen Staudenbeets gehört deshalb zu einer der grössten Herausforderungen in der Gartengestaltung.
Beim Erwachen der Natur im Frühling setzt das Schauspiel ein. Erste Blumen wie Veilchen, Primeln oder das Leberblümchen öffnen ihre Blüten. Im frühen Sommer bringen Pfingstrosen, Rittersporn und Lupinen kräftige Farben in den Garten. Im Herbst übernehmen dann Herbstastern, Herbstanemonen und Chrysanthemen das Zepter.
Aber nicht nur mit den Blüten, auch mit den Blättern können Stauden attraktiv wirken. Blattschmuckstauden sind zum Beispiel die Funkien, das Schönblatt oder die Walzenwolfsmilch.

 

Am Regenbogen orientieren


Eine durchdachte Anordnung ist für den Erfolg eines schönen Staudenbeets wichtig. Spät blühende Pflanzen oder solche mit ausdrucksstarken Blättern pflanzt man eher vorn, damit sie die Lücken, welche abgeblühte Pflanzen hinterlassen, verdecken können.
Ein spezielles Augenmerk sollte auch den Farben und Grössen der Pflanzen gelten. Bei der Farbenzusammenstellung kann man sich an den Regenbogenfarben orientieren. Das heisst, man beginnt mit Violett, geht zu Blau, Grün und Gelb über, Orange und Rot bilden den Schluss. Sträucher, Laub- und Nadelhölzer eigenen sich hervorragend als Hintergrund, damit sich die farbenprächtigen Blüten der Stauden auch richtig präsentieren können.
 
Behandlung nach der Blüte


Nach der Blüte entfernt man die welken Blüten und Stiele, damit sich keine Samen bilden.
Bei früh blühenden Stauden wie Rittersporn und Lupinen kommt so eine zweite Blüte im Spätsommer oder Herbst zustande. Pflanzen mit einzelnen, unbelaubten Blütenstielen, wie die Fackellilien, schneidet man so nahe wie möglich am Stielansatz ab.
Bei Pflanzen, deren Stiele am unteren Teil Blätter haben, schneidet man die Stiele über den obersten Blättern ab. Ab Mitte Sommer werden nur noch dort welke Blüten abgeschnitten, wo sie unschön aussehen.

 

Futterquelle für Vögel

 

Im Spätherbst sterben die oberirdischen Teile einer Staude ab. Meistens werden die Stauden wenige Zentimeter über dem Boden abgeschnitten. Wer die dürren Blütenstände noch etwas stehen lässt, gönnt den Vögeln ein reichhaltiges Spätherbstmenü – und vielen Insekten Unterschlupf in kalten Nächten. Für das kräftige Neuaustreiben im Frühling ist es einerlei, ob die Stauden im Spätherbst oder im Frühling geschnitten werden.

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