Jedem Bäumchen seinen Schnitt

Nun halten die Pflanzen Winterruhe. Für den Gartenbesitzer gibt es aber auch jetzt Arbeit. Leiter, Baumsäge und Schere sind zu überprüfen, zu reinigen und wenn nötig auch zu reparieren. Nachdem die stärksten Fröste vorüber sind, ist die Zeit besonders günstig für das Auslichten von Ziersträuchern wie Perückenstrauch, Weissdorn, Deutzie, Ölweide, Forsythie, Kolkwitzie, Liguster, Flieder und Weigelie.

 

Kräftiges Auslichten


Man sollte an diesen Pflanzen nicht jedes Jahr ein wenig herumschnippeln, sondern sie alle paar Jahre kräftig auslichten, indem man die ältesten Zweige direkt am Boden absägt.
Ist eine Verjüngung nötig, ist also ein Strauch zu dicht und zu gross geworden, kann er gegen Ende des Winters kräftig ins alte Holz zurückgeschnitten werden. Dies vertragen die meisten der oben genannten Sträucher, aber auch das Geissblatt, die Schneebeere und die Eibe.
Alle anderen Nadelgehölze darf man nicht ins alte (braune) Holz zurückschneiden. Auch Goldregen, Zierkirschen und Zieräpfel schätzen eine solche Gewaltkur nicht.
Äpfel und Birnbäume können von November bis ins Frühjahr geschnitten werden, das heisst natürlich nur dann, wenn die Temperatur nicht unter minus fünf bis minus acht Grad liegt. In der Regel wird zuerst bei älteren Bäumen die Krone ausgelichtet. Die Jungbäume, aber auch frostempfindliche Apfelsorten wie Boskop, Cox Orange und Ontario, sollten erst gegen Ende des Winters geschnitten werden.

 

Man unterscheidet vier verschiedene Schnittarten.

 

Aufbauschnitt
Er wird gleich beim Pflanzen ausgeführt. Zweige werden entfernt oder gekürzt, damit das Gleichgewicht zwischen den Wurzeln und der Krone entsteht. Zu dicht stehende, beschädigte oder störende Zweige werden ebenfalls entfernt.

Erziehungsschnitt
In den ersten Jahren nach der Pflanzung ist er bei den Bäumen nötig und dient dazu, dass sich die Krone richtig entwickelt. Man schneidet störende Äste weg, solche, die zu dicht stehen, zu spitzwinklig angewachsen sind oder nach innen wachsen.

Erhaltungsschnitt
Er ist bei Blütensträuchern nötig, weil sie sonst zu dicht werden und auch früh altern. Sie werden durch den Schnitt zu neuem Wachstum und zu neuer Blütenbildung angeregt. Diese Eingriffe sind in Abständen von drei bis acht Jahren notwendig.

Verjüngungsschnitt
Dieser grosse Eingriff ist nicht nötig, wenn regelmässig ein Erhaltungsschnitt ausgeführt wird, kann aber doch gelegentlich sinnvoll sein.


Obstbäume sollten alle Jahre geschnitten werden. Beim Schnitt muss man genau zwischen gut entwickelten Blütenknospen und solchen am abgetragenen Fruchtholz unterscheiden. Das alte Fruchtholz, dünne und schwache Zweige werden weggeschnitten. Zu lange Fruchtzweige kürzt man so ein, dass noch genügend gut ausgebildete Blütenknospen übrig bleiben. Einjährige kräftige Triebe an der Basis von Leitästen stellt man frei, damit sie sich in Fruchtholz verwandeln können. Das Schnittholz kann vorerst liegen bleiben. Wegräumen muss man hingegen Äste, welche von Obstbaumkrebs oder von Monilia (Pilzkrankheit) befallen sind. Zweige von Blütensträuchern können in Wasser eingestellt, an einem warmen und hellen Ort zum Blühen gebracht werden. Sie bringen so im Winter einen Frühlingsgruss in die Wohnung.
Das übrige, gesunde Schnittholz gibt gehäckselt gutes Abdeckungsmaterial, welches zwischen Beerensträuchern oder auch an Böschungen gute Arbeit leistet.

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