Ich hasse Chemiekeulen - und brauche sie doch!

Der nahende Winter - ja, es ist leider so - bringt mir einen riesigen Vorteil! Endlich kann ich aufhören, unser Hühnerhaus täglich auf die lästigen, blutsaugenden Vogelmilben zu untersuchen. An warmen Tagen - oft dann, wenn die Luftfeuchtigkeit hoch ist - macht es schwups, und am Rand der Sitzstange meiner Wyandotten kleben erste schwarze Punkte! Vogelmilbenalarm! Können sie sich nach Lust und Laune ausbreiten, wird es für die Hühner sehr bald gefährlich! Nachts kommen die Parasiten aus ihren Verstecken und saugen sich an den Tieren fest - starker Befall kann zum Tod der Hühner führen. Also ist Vorsicht geboten.

 

Nachdem ich letztes Jahr einen ersten Fall hatte, gingen wir rigoros vor: Das Haus wurde von sämtlichen überflüssigen Einbauten gesäubert. Bretter und Stangen, die nicht zwingend notwendig sind, wurden entfernt. Je weniger Schlupfwinkel die Milben haben desto schwerer tun sich die Viecher. Aber das alleine reicht leider nicht aus! Auch jetzt, wo nur noch eine Sitzstange im Haus ist, finden sich immer wieder mal ein paar Milben. Rausputzen, saugen, mit Hocdruck reinigen - alles wird getan, um den Parasiten keine Chance zu geben. Die Wände im Haus wurden gekalkt, auch das hilft ein wenig. Aber: Am Ende war nur die abolute Chemiekeule hilfreich: Mit Stäubemittel (Pirox) in den Ecken und auf der Sitzstange macht man den Viechern den Garaus. Was nicht heisst, dass sie es ein paar Wochen später wieder versuchen. Sie sind fast unverwüstlich und breiten sich in Windeseile aus. In grossen Bio-Hühnerhöfen sind chemische Stäubemittel selbstverständlich tabu. Mit aufwändigem Ausschwefeln der gesamten Anlage kann allenfalls ein Erfolg erzielt werden. Obwohl ich selber im Garten und bei Tieren versuche, so wenig Chemie wie möglich einzusetzen, kenne ich im Hühnerstall keine Gnade - ganz einfach, weil ich hier keine Wahl habe.

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